Zahnschmelzhypoplasie (Zahnschmelz-Unterentwicklung)

19. Juni 2007 von franz

Bei einer Zahnschmelzhypoplasie is der Zahnschmelz unterentwickelt bzw. fehlt ganz. Das führt dazu, daß die Zähne zum ersten sehr unansehnlich (klein, gelb) wirken und zum zweiten weitaus anfälliger für Karies usw. sind.

Dummerweise leide ich an dieser Krankheit, die recht unangenehme Folgen mit sich bringt. Offensichtlich wurde mir, wie auch meinen Geschwistern, die Krankheit von meiner Mutter vererbt und auch ich habe diese Anomalie bereits an meine Tochter weiterverbt.

Bei einer so ausgeprägten Zahnschmelzhypoplasie wie bei mir hat man eigentlich keine andere Wahl, als sich die Zähne überkronen zu lassen. Bei mir wurde dies bereits mit Anfang 20 gemacht. Das ist jetzt rund 20 Jahre her und die alten Keramikkronen habe ihren Geist aufgegeben. Der Zement unter den Kronen hat sich im Laufe der Jahre aufgelöst und so wurden die Zähne angreifbar.

Das ganze Dilemma hat sich allerdings erst gezeigt, nachdem die alten Kronen entfernt wurden. Vier Zähne mussten gezogen werden, da sie bereits zu stark angegriffen waren. Die anderen konnten mit diversen Füllungen erhalten werden.

Jetzt bekomme ich neue Keramik-Kronen, ein teurer Spaß. Meine Zuzahlung inklusive zweier Implantate liegt im 5stelligen Bereich, die Regel-Versorgung der Krankenkassen deckt hier nur einen Bruchteil ab. Und aufgrund meiner Vorgeschichte nimmt mich natürlich auch keine Zahnzusatzversicherung auf. Also: Lächeln und Zahlen!

Von der Tortur der ständigen Zahnarztbesuche, die im letzten halben Jahr hinter mir liegen, möchte ich an dieser Stelle lieber nicht ausführlich berichten. Aber das gröbste ist jetzt geschafft und ich habe wohl nur noch zwei Sitzungen vor mir. Dann reicht’s mir aber vorläufig auch. Mein Zahnarzt, mit dem ich inzwischen fast per Du bin ;-), hat mir die Hoffnung gegeben, daß ich dann wohl die nächsten 15 Jahre wieder Ruhe vor ihm hätte. Na hoffentlich…


1 Kommentar zu “Zahnschmelzhypoplasie (Zahnschmelz-Unterentwicklung)”

  1. Martin Kiedrowski

    Die “Vorgeschichte der Erkrankung” wird in den Anträgen auf zahnzusatzversicherung nicht gefragt. Daher ist ein Abschluss möglich. Gefragt wird in der Regel:

    1. Fehlende nicht ersetzte Zähne
    2. angeratene Behandlungen in Zukunft?
    3. Zahnfehlstellung, Kieferfehlstellung vorhanden?

    Zu 1: Annahme gegen Risikozuschlag möglich, je nach dem wieviele Zähne fehlen.
    Zu 2: Annahme i.d.r. nicht Möglich, bzw. Kostenübernahme für angeratene Behandlungen NIE möglich.
    zu 3: Frage wird nicht bei allen Versicherern gestellt.

    Gruss

    Martin Kiedrowski

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